Alles auf Anfang
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Im Radio 3:19
Wir schweben so dahin am Rande dieser Zeit, ein Licht, das leise bricht unter hektischem Geschrei. Heute bist du einsam, morgen bist du stark, und im Fernseher läuft ein – so called – Superstar. Träume kann man leben, lass dir das bloß nicht verbauen, Träume darf man leben, was weiß denn schon der blasse Clown. Worte, die zerstören, darf man auch mal ignorieren, deine Träume haben Bedeutungen, was hast du schon zu verlieren?
Und im Radio klingen alle so, als wäre alles fein. Im Abendrot ruft dich der Tod. Wahrheit oder Schein? Und im Radio klingen alle so, als wäre alles fein. Im Abendrot ruft dich der Tod. Wahrheit oder Schein?
Und am Ende könnt ihr sagen: „Das hab ich ja gleich gesagt.“ In deinem Kopf sind tausend Fragen. Was hab ich nur falsch gemacht? Trägst die Idee einsam zu Grabe, keine Freunde sind mehr da, Ja, das ist natürlich schade, hahaha.
Steh auf. Nichts verloren. Gib nicht auf. Start von vorn. Steh auf. Nichts verloren. Gib nicht auf.
Und im Radio klingen alle so, als wäre alles fein. Im Abendrot ruft dich der Tod. Wahrheit oder Schein? Und im Radio klingen alle so, als wäre alles fein. Im Abendrot ruft dich der Tod. Wahrheit oder Schein?
Wir leben so dahin, ohne Rast und ohne Zeit, ein Herz, das leise bricht, unterschätzt und ganz allein. Gestern warst du einsam, heut bist du ein Star. Und im Spiegel da verläuft, das, was du mal warst.
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Schatten der Vergangenheit 3:27
Seit Jahren ist es still um dich geworden. Wo lebst du jetzt? Ich hoffe, du bist noch nicht gestorben. Mama und Papa würden gern was von dir hören, vielleicht können wir ja mal sprechen, ich will dich ja auch nicht stören. Ich zieh’ die Mütze wieder tiefer ins Gesicht, immer Musik auf, damit niemand mit mir spricht. Ich weiß, das letzte Mal, als du was von mir gehört hast, war, als ich mich laut über dich beschwert hab.
Mut entsteht aus Angst, spring über deinen Schatten, lauf so schnell du kannst. Wir haben alle Angst, nichts ist je ganz abgebrannt. Mut entsteht aus Angst, nicht zu lange warten, ich weiß, das ist viel verlangt. Wir haben alle Angst. Mutig sein, solange du kannst.
Beim ersten Treffen lässt du mich im Regen stehen. Tausend Gedanken. Werden wir uns wiedersehen? Clara und ich würden gern was von dir hören, dein Handy schweigt. Ich will ja auch nichts heraufbeschwören. Ich will verstehen, wieso du nicht mehr mit mir sprichst. Für deine Nichten nur ein Name, kein Gesicht. Ich weiß nicht, wie viel ich hiervon zerstört hab, ich frage mich, wieso du dich so weit entfernt hast.
Mut entsteht aus Angst, spring über deinen Schatten, lauf so schnell du kannst. Wir haben alle Angst, nichts ist je ganz abgebrannt. Mut entsteht aus Angst, nicht zu lange warten, ich weiß, das ist viel verlangt. Wir haben alle Angst. Mutig sein, solange du kannst.
Und zwei Jahre später stehen wir zusammen auf einem Feld im Sonnenuntergang. Wir haben uns geliebt, wir haben uns angeschrien, dann haben wir uns verloren, dann haben wir uns verziehen. Und jetzt stehen wir hier, vor unserem Elternhaus, die Vögel singen für uns und das ist dein Applaus.
Familie ist, wo du bist. Und Zuhause ist, wo du bist. Familie ist, wo du bist. Und Zuhause ist, wo du bist. Familie ist, wo du bist und Zuhause ist.
Mut entsteht aus Angst, spring über deinen Schatten, lauf so schnell du kannst. Wir haben alle Angst, nichts ist je ganz abgebrannt. Mut entsteht aus Angst, nicht zu lange warten, ich weiß, das ist viel verlangt. Wir haben alle Angst. Mutig sein, solange du kannst.
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Lauf 3:32
Hallo, wir waren gekommen, um zu bleiben, wieso bleibst du hier im Dunkeln stehen? Mit dem Bier aus der Eckkneipe hat man dich zuletzt gesehen. In deinem Wahn von letzter Nacht bist du zu schnell zu weit raus geschwommen. Der Rest von uns hat dich vermisst, aber nicht genug, um mitzukommen.
Kalter Nebel über dem Asphalt, Vorhänge zu, dort draußen ist nur Dunkelheit. Unterm Eichenbaum, der geplatzte Traum, liegt, worauf du nicht vertraust. Deine Freunde liegen einsam unter der neuen Autobahn, in deinem Wahn sabberst du rum, wie konnte dir das widerfahren? Und was du wolltest, das war Revolution, Finger am Abzug, Fehlfunktion.
Lauf raus aus der Dunkelheit. Lauf, denn es bleibt noch ein wenig Zeit. Und ein Sturm zieht auf und jeder Schritt klingt wie dein Applaus. Und ein Sturm zieht auf und zieht dich mit raus.
Zwei Jahre später, in dem schönen Raum, jemand hört dir zu, du kannst ihm vertrauen. Vertrauen ist gut, Kontrolle fällt tief, ruft dunkle Geister, die doch lieber keiner rief. Dann, ein neuer Knall, ein neuer Abgrund, du fällst tiefer hinab in den tiefen Schlund, doch glaub mir, was am Ende bleibt, ist, dass du dich selbst befreist.
Lauf raus aus der Dunkelheit. Lauf, denn es bleibt noch ein wenig Zeit. Und ein Sturm zieht auf und jeder Schritt klingt wie dein Applaus. Und ein Sturm zieht auf und zieht dich mit raus.
Und der Raum, um dich herum, er ist so schön, strahlend weiß, höher, schneller, weiter, bis du endlich begreifst und der Raum, um dich herum, er ist so schön, strahlend weiß, höher, schneller, weiter, bis du endlich begreifst, höher, schneller, weiter, bis du endlich begreifst, höher, schneller, weiter, bis der Kreis endlich reißt.
Lauf raus aus der Dunkelheit. Lauf, denn es bleibt noch ein wenig Zeit. Und ein Sturm zieht auf und jeder Schritt klingt wie dein Applaus. Und ein Sturm zieht auf und zieht dich mit raus.
Lauf raus aus der Dunkelheit. Lauf, denn es bleibt noch ein wenig Zeit. Und ein Sturm zieht auf und jeder Schritt klingt wie dein Applaus. Und ein Sturm zieht auf und zieht dich mit raus.
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Fallen 4:39
Blind, gefangen im Morgengrauen, stehst du da und fragst dich, was willst du noch haben, was willst du noch sein, wenn alles hier schweigt. Liegt lang’ schon begraben. Doch das, was übrig bleibt, ist gellender Hass, lodernde Wut. Ich frag’ mich, wieso niemand irgendwas tut. Wieso Macht euch so anmacht, wieso schreien euch gefällt. Fällt unsere Welt, fällt unsere Welt.
Die Glaskugel bleibt allein in parlamentarischer Dunkelheit. Ich frag’ mich, wie lang’ soll das noch funktionieren? Ich frag’ mich, wann ein System implodiert. Ich frag’ mich, wie lang’ soll das noch funktionieren? Ich frage mich, wann?
Dunkle Parolen im Winter, die Angst steht vor der Tür. Der Regen schmeckt so schön bitter, der Adler brennt schon wieder. Oh oh oh.
Da draußen tobt ein Sturm, in dir tobt die Stille, voller Angst in deinem Turm, ein gebrochener Wille, dass du nichts verändern kannst, die Zeit ja nicht reicht und die Macht, die dich treibt, versinkt die Welt im Geschrei Wir wollen das nicht, wollen das, nein, wir wollen das nicht, wollen das nicht, wollen das nicht mehr
Dunkle Parolen im Winter, die Angst steht vor der Tür. Der Regen schmeckt so schön bitter, der Adler brennt schon wieder. Oh oh oh.
Im Mondschein gehst du alleine, siehst, wie die Welt an dir vorbeizieht, irgendwann sitzt du da und fragst dich, wieso hast du es nicht probiert, anders zu sein, anders zu handeln, die Guten zurückzugewinnen. Was dir bleibt, sind nur Stimmen, die singen: Oh oh oh.
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Abgrund 3:16
Dunkle Fackeln. Neonlicht. Dichter Rauch. Und etwas bricht. Böse Schatten. Ich bleib versteckt. Tote Haut, wenn ihr mich entdeckt.
Hass mich nicht, denn ich brauche dich, um ein Leben zu leben. Führ dich ins Licht. Hass mich nicht, wofür hältst du mich? So viel Angst, so viel Schmerz in deinem Gesicht.
Wir leben und sterben am Abgrund. Das Wasser steht uns bis zum Hals. Die Fahne, sie weht und ihr hasst uns. Von außen zu warm und von innen zu kalt.
Offiziell rechts eingestuft, im blinden Fleck der stumpfen Wut, ist Fortschritt schlecht und widerlich und Terroristen gruppieren sich.
Schweige nicht, denn die Welt braucht dich zum Schutz vor der Veränderung, die sich bahnbricht. Schweige nicht, denn das bringt auch nichts, das gibt Fälschern und Leugnern nur noch mehr Rampenlicht.
Wir leben und sterben am Abgrund. Das Wasser steht uns bis zum Hals. Die Fahne, sie weht und ihr hasst uns. Von außen zu warm und von innen zu kalt.
Im Wasser ertrinken die Schwachen, Bäche verdampfen, die Meere glühen rot, aber das ist doch egal, kilometerweit weg, scheiß auf die Hungersnot. Euer Tempel der Wahrheit erlaubt keine Klarheit, kein Frieden, nur Tod. Danke für Nichts. Der Fehlercode blinkt. System overload.
Wir leben und sterben am Abgrund. Das Wasser steht uns bis zum Hals. Die Fahne, sie weht und ihr hasst uns. Von außen zu warm und von innen zu kalt.
Schweige nicht, denn die Welt braucht dich zum Schutz vor der Veränderung, die sich bahnbricht. Schweige nicht, denn das bringt auch nichts, das gibt Fälschern und Leugnern nur noch mehr Rampenlicht.
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Treibgut 3:33
Dir ist kalt, mir ist heiß, oben einsam, unten Dunkelheit, alles brennt, kalter Rauch, in deinen Augen sehe ich nur noch Staub. Doch du schließt deine Augen. Ich kann dir nicht mehr trauen. Wieso beschießen deine Lügen unsere Zukunft, was willst du uns verbauen?
Neu, neu, neu ist alles, was hier untergeht. Neu, neu, neu ist nichts, was hier noch steht. Stopp, stopp, stopp, stoppt den Untergang. Stopp, stopp, stopp, es gibt keinen Neuanfang.
Keine Zukunft, pure Angst. Die drei Farben, null Toleranz. Und du lächelst so wunderschön, den wahren Kern darf keiner von uns sehen. Du hältst dein Gesicht in jede Kamera und du willst, dass sie verbrennen, in Moria und am Ende alles so bleibt. Und am Ende, Dunkelheit.
Neu, neu, neu ist alles, was hier untergeht. Neu, neu, neu ist nichts, was hier noch steht. Stopp, stopp, stopp, stoppt den Untergang. Stopp, stopp, stopp, es gibt keinen Neuanfang.
Du treibst uns weiter raus, aufs offene Meer, mehr von dir wären ein Schaden und erhaben senken wir den Kopf am Abend, um am Morgen aufzustehen, zu widerstehen, das was war, nie mehr zu sehen. Du suchst nur Treibgut, um allein zu sein.
Neu, neu, neu ist alles, was hier untergeht. Neu, neu, neu ist nichts, was hier noch steht. Stopp, stopp, stopp, stoppt den Untergang. Stopp, stopp, stopp, es gibt keinen Neuanfang.
- Texte
- Richard Boden
- Musik
- Richard Boden, Phillip Daduna, Thomas Sweet, Sebastian Hartwig
- Produktion
- Till Engert


